Die Weisheitszähne sind dritte Backenzähne. Üblicherweise haben Menschen drei Backenzähne, die sich in jedem Viertel des Mundes ausbilden. Die dritten Backenzähne versuchen üblicherweise zwischen dem 18. und 20. Lebensjahr zu wachsen.
Weisheitszähne unterscheiden sich nicht von anderen Zähnen, außer dass es die letzten Zähne sind, die sich ausbilden. Sie sind genauso sinnvoll wie alle anderen Zähne, wenn sie korrekt wachsen und von gesundem Zahnfleisch umgeben sind. Unglücklicherweise geschieht dies nicht immer.
Sollten Weisheitszähne nicht korrekt wachsen können, sind sie gewissermaßen eingeschlossen. Ein Zahnarzt muss in diesem Fall den Mundraum untersuchen und mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung feststellen, ob die Weisheitszähne korrekt wachsen können oder nicht. Eingeschlossene Zähne können Probleme bringen. Folgende üblichen Probleme können auftreten, wenn die Weisheitszähne nicht gezogen werden:
- Bakterien- und Plaque- Bildung
- Ruinieren von benachbarten Zähnen
- Bilden von Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Blasen) oder Tumoren von Follikeln
- Tumorbildung
- Infektion
- Zahnfleischerkrankung
Weisheitszähne müssen eventuell gezogen werden. Der Zahnarzt empfiehlt eventuell das Ziehen, wenn der Weisheitszahn:
- sich mit anderen Zähnen überschneidet
- nicht funktional ist
- fault
- das Risiko einer Erkrankung des Zahnfleisches besteht
- sich mit einem benachbarten Zahnersatz überschneidet
Jeder Fall ist unterschiedlich und nur Ihr Zahnarzt kann entscheiden, ob ein Zahn gezogen werden muss.
Symptome des Wachsens der Weisheitszähne
Die folgenden Symptome können andeuten, dass die Weisheitszähne wachsen und an der Oberfläche sind. Allerdings kann jeder Mensch verschiedene Symptome erfahren. Zum Beispiel:
- Schmerzen
- Infektionen im Mund
- Schwellungen im Gesicht
- Schwellung des Zahnfleisches im hinteren Bereich des Mundes
Viele Spezialisten empfehlen das Ziehen der Weisheitszähne, (wenn die Wurzel komplett oder zu drei-viertel ausgeformt ist, normalerweise in den Jugendjahren), da eine rechtzeitige Entfernung Probleme vermeiden kann, wie zum Beispiel ein eingeschlossener Zahn, der den zweiten Backenzahn zerstört. Einschluss des dritten Backenzahns ist die am weitesten verbreitete Ursache.
Vorgehensweise bei Ziehen von Weisheitszähnen
1. Erste Untersuchung und Diagnose
- Untersuchung um festzustellen, ob das Ziehen wirklich notwendig ist
- Röntgenaufnahmen können helfen, um die Lage des Zahns, der Zahnwurzel und des Knochens zu untersuchen
- Relevante medizinische Vorgeschichten werden aufgenommen. Vergewissern Sie Sich, dass Sie dem Zahnarzt alle Probleme mit vorangegangenen Zahnentfernungen mitteilen. Wie zum Beispiel Blutungsprobleme, Allergien auf Medikamente und Präparate
2. Vorbereitung des Zahns
- Eine lokale Betäubung bewirkt eine Vor- Betäubung des Zahns, des Backenknochens und des umgebenden Zahnfleisches
3. Ziehen des Weisheitszahns
- Das Bindegewebe zwischen dem Zahn und dem Knochen wird entfernt
- Der Weisheitszahn wird entfernt
- Die Wunde wird genäht
4. Anweisungen für mögliche Nachbehandlungen
Erwartungen der Wundheilung
Bei einfachen Zahnentfernungen wird der Patient lediglich nach Hause geschickt und die Wundstelle kann heilen. Die Blutung sollte nach ein paar Stunden stoppen. Sie sollten Ihre regulären Aktivitäten beibehalten, allerdings sollten Sie übermäßige anstrengende Aktivitäten wie Sport oder Sonnenbaden vermeiden.
Anweisungen zur Nachsorge nach Entfernen eines Weisheitszahns
- Benutzen Sie kalte Kompressen für 30 Minuten nach der Behandlung
- Beißen Sie kräftig auf die Mullbinde für eine halbe Stunde um die Blutung zu stoppen. Sollte die Blutung nicht stoppen, wechseln Sie die Mullbinde und beißen Sie weiter kräftig darauf, bis die Blutung stoppt
- Benutzen Sie keine Mundspülung für sechs Stunden nach der Operation
- Sollte geringe Blutung auftreten, halten Sie kaltes Salzwasser in Ihrem Mund bis es die Körpertemperatur erreicht ist
- Für 12 Stunden sollten Sie den Mund nicht spülen
- Nach 12 Stunden können Sie mit einer Lösung eines Teelöffels Salz in einem Glas warmem Wasser spülen
- Putzen Sie Ihre Zähne wie gewohnt, aber bürsten Sie die Wunde nicht
- Nehmen Sie nur weiche, nicht scharfe und kalte Speisen zu sich, wenn möglich, für 2- 3 Tage
- Vermeiden Sie Rauchen und Alkohol
- Leichter Schmerz kann mit Schmerzmitteln nach Absprache mit dem Zahnarzt bekämpft werden